Ackerschachtelhal – Equisetum arvense; Schachtelhalgewächse – Equisetaceae

Er wächst an feuchten Stellen und an Waldrändern in der freien Natur und häufig auch unerwünscht in Gärten. Ackerschachtelhalm wird auch Zinnkraut genannt. Die Arzneipflanze breitet sich sehr schnell aus und verdrängt andere Gewächse. Aber sie ist auch sehr nützlich, denn aus den grünen Stängeln lässt sich ganz einfach ein Sud herstellen, der Zier- und Nutzpflanzen stärkt und so gegen Schädlinge wie Blattläuse und verschiedene Pilze wie Grauschimmel, Mehltau, Sternrußtau oder Schorf schützt.

Nicht nur als natürlicher Pflanzenschutz sondern vielmehr als nützliche Heilpflanze ist Ackerschachtelhalm nützlich und vielseitig anwendbar.

Die schachtelartig ineinander gesteckten Stängelglieder geben der Pflanze ihren Namen

Inhaltsstoffe

  • Kieselsäure bis 10% wovon ca. 7% wasserlöslich sind
  • Flavonoide

Wirkungen

  • schwach harntreibend
  • fördert die Ausscheidung von harnpflichtigen Substanzen bei Erkrankungen der Niere, bei Rheuma und bei Hauterkrankungen
  • er wirkt Hautstoffwechselanregend, bindegewebsfestigend , wundheilungsfördernd und mild juckreizlindernd

Indikationen

Innerlich

  • zur Durchsspülung der ableitenden Harnwege
  • bei v. a. auch chronischen Hauterkrankungen
  • bei rheumatischen Erkrankungen und Gicht

Äußerlich in Form von Umschlägen und Kompressen

  • schlecht heilende Wunden und chronische auch juckende Ekzeme
  • zur Unterstützung des Heilungsprozesses von Knochenbrücken
  • bei Fellproblemen
Die sporangientragenden (fertilen) Triebe erscheinen vor den sterilen Trieben und sterben nach dem Ausstäuben ab. Sie sind nur 5 bis 20 (selten bis 40) cm hoch, von hellbrauner Farbe und keine Äste. Die Sporangienähre ist 1 bis 4 cm lang und stumpf. Die sporangientragenden Triebe erscheinen von März bis Anfang Mai, die Laubtriebe im Mai

Darreichungsformen

  • Fertigarzneimittel, Futtermittelergänzungen
  • Frischpflanzenpresssäfte
  • Teedroge

Baldrian – Valeriana officinalis -, Baldriangewächs – Valerianaceae

Inhaltsstoffe:

  • Valerensäure (beruhigend)
  • Valepotriate
  • Alkaloidspuren

Wirkungen abends:

  • Schlafbereitschaft fördernd
  • Schlafqualität verbessernd

Wirkungen Tags:

  • beruhigend und entspannend
  • psychisch ausgleichend
  • Antrieb-, Konzentration-, Lernvermögen steigernd
  • adaptogen (Erhöhung der Stressresistenz)

Indikationen:

  • Nervös bedingte
    – Ein- bzw. Schlafstörungen
    – Erschöpfung
    – Erregung und Unruhe
    – Lernschwierigkeiten
  • Angst bedingte
    – Spannungszustände
    – Lernschwierigkeiten
    – Lampenfieber und Prüfungsangst
  • Reizblase, Bettnässen

Darreichungsformen innerlich:

  • Tee
  • Tinktur
  • Extrakte
  • Presssäfte
  • Wein

Darreichungsform äußerlich:

  • Vollbad

Achtung! Ausreichend hoch dosieren, sonst sind paradoxe (anregende Wirkung) möglich.