Arzneipflanzenanwendungen bei Tieren

Im Gegensatz zum Menschen müssen bei der Anwendung von Heilpflanzen bei Tieren unbedingt tierartspezifische Unterschiede der Anatomie, Physiologie und daraus resultierenden Verdauungsvorgänge berücksichtigt werden, damit wir ihnen im ungünstigsten Fall nicht Schaden, sondern ihnen nur zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden verhelfen. Eine direkte Übertragung humanmedizinischer Kenntnisse auf alle unsere Tierspezies ist NICHT möglich.

Wir müssen Unterscheiden, ob wir einen reinen Fleischfresser (z. B. die Katze und das Frettchen) oder aber einen Allesfresser (z. B. das Schwein und eingeschränkt der Hund) oder einen reinen Plfanzenfresser (z. B. Kaninchen und Meerschweinchen, Pferde, Wiederkäuer wie z. B. Rind und Schaf) mit Arzneipflanzen behandeln.

Außerdem müssen wir wissen, dass nicht jede Heilpflanze bei jedem Tier die gleiche Wirkung erzielt. Nehmen wir z. B. Baldrian, dann wissen wir, dass er auf Hunde und Nager beruhigend, auf Katzen jedoch Sexualtrieb anregend wirken kann. Oder wir müssen berücksichtigen, dass Katzen und Frettchen viele pflanzliche Produkte nicht oder nur eingeschränkt verstoffwechseln können, da ihre Leber nicht über die erforderlichen „Entgiftungsmechanismen“ verfügt.

Allen Spezies (inkl. Mensch) gemein ist, dass auch das Alter und evtl. Grunderkrankungen (z. B. Leberinsuffizienz) bei der Wahl der Heilpflanze sowie ihrer Dosierung zu berücksichtigen sind.